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Wenn der Weihnachtsmann auszieht, um an unsere Soldaten zu denken…

von

Die etwas andere „Stille Nacht“…

Heilige Nacht

Wir wünschen unseren Jungs und Mädels in den Einsätzen in allen Ländern einen friedvollen 4. Advent. Für die hoffentlich ruhige Weinacht im Ausland und bei Euren Lieben zuhause haben wir hier ein kleine Geschichte übersetzt, die aus einem klassischen Weihnachtslied stammt und für die Frauen und Männer in den Einsatzgebieten auf der ganzen Welt gewidmet ist:

 

 

 

 

 

Begegnung in der Heiligen Nacht

Es war die Nacht vor Weihnachten,
er lebte allein in einer Hütte aus Stein.

Ich war durch den Kamin herunter gekommen, mit Geschenken im Arm,
wollte heraus finden, wer in diesem Haus wohnt.

Ich sah mich um und war verwundert über den Anblick, der sich bot,
kein Weihnachtsschmuck, keine Geschenke – nicht einmal ein Baum.

Keine Strümpfe am Kamin – nur Stiefel, mit Sand gefüllt,
an den Wänden Fotos von fernen Ländern.

Mit Medaillen und Abzeichen, Orden aller Art,
ernüchtert stellte ich fest:

Dieses Haus war anders, es war dunkel und trostlos,
ich war im Haus eines Soldaten, das war deutlich zu erkennen.

Der Soldat schlief, still und allein,
zusammengerollt auf dem Fußboden, in seinem Häuschen.

Sein Gesicht war so friedlich, der Raum dagegen ein einziges Durcheinander,
so hatte ich mir keinen Soldaten vorgestellt.

War dies der Held, von dem ich gerade gelesen hatte?

Zusammengerollt auf seinem Poncho, den Fußboden als Bett?

Mir wurde klar, die Familien die ich in dieser Nacht sah,
verdanken ihr friedliches Leben diesen Soldaten,
die bereit sind zu kämpfen.

Bald würden in aller Welt die Kinder fröhlich spielen,
und Erwachsene einen glücklichen Weihnachtstag verbringen.

Sie alle können das ganze Jahr über in Frieden leben,
weil es junge Soldaten gibt – so wie er, der hier schläft.

Ich fragte mich, wie viele von ihnen wohl alleine waren,
an einem kalten Heiligen Abend, in einem fremden Land,
fern der Heimat.

Der Gedanke rührte mich zu Tränen,
ich sank auf die Knie und begann leise zu schluchzen;
der Soldat erwachte, ich hörte seine raue Stimme,
„Santa weine nicht, ich habe dieses Leben gewählt;
ich kämpfe für unsere Freiheit, mehr will ich nicht,
ich lebe für Gott, mein Land, meine Kameraden.“

Der Soldat drehte sich um und schlief wieder ein,
ich konnte mein Schluchzen kaum kontrollieren.

Stunden saß ich bei ihm und hielt Wache, so ruhig und still
und wir zitterten beide von der nächtlichen Kälte.

Ich wollte ihn in dieser frostigen und dunklen Nacht nicht alleine lassen,
diesen Hüter der Ehre, der bereit ist zu kämpfen.

Der Soldat drehte sich wieder zu mir und flüsterte mit weicher, klarer Stimme
„Reise weiter Santa, heute ist Weihnachten und alles ist sicher.“

Ein Blick auf meine Uhr bestätigte seine Worte, ich wusste, er hatte recht.

„Fröhliche Weihnachten mein Freund und allen eine gute Nacht.“


Extra merci an Ulrike Wheeler für die Übersetzung
Quelle Lied: A soldier's Silent Night

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