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„Gib das bitte meinem Papi“ - Solidarität hat viele Gesichter

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Die Begegnung eines kleinen Mädchens mit einem Soldaten, beim Abflug in den Auslandseinsat: Im Netz kursiert diese Geschichte in lokalen Varianten und immer mit der gleichen, sehr berührenden Handlung:

In der vergangenen Woche war ich auf einer Konferenz in Atlanta, Georgia. Als ich auf der Rückreise am Flughafen wartete, begannen hinter mir Menschen zu klatschen und rufen. Ich drehte mich sofort um und wurde Zeuge einer Szene, wie ich sie patriotischer vorher nie erlebt habe.

Eine Gruppe Soldaten in Tarnfleck bewegte sich durch die Abflughalle und während sie zu ihrem Gate gingen, standen alle (nun – fast alle) Menschen um sie herum auf und winkten und riefen den Soldaten Grüße zu. Als ich sah, wie diese Soldatinnen und Soldaten, vielleicht waren es 30 bis 40, beklatscht und bejubelt wurden, wurde mir plötzlich eins klar: ich bin nicht allein. Ich bin nicht die einzige Amerikanerin, die ihr Land liebt und unsere Soldaten und ihre Familien unterstützt.

Auch ich hielt inne und applaudierte diesen jungen Männern und Frauen, die jeden Tag ihr Leben riskieren, damit wir zur Schule, zur Arbeit und wieder nach Hause gehen können, ohne Angst haben zu müssen.

Gerade als ich dachte, ich könnte gar nicht mehr stolzer auf dieses Land und unsere Streitkräfte sein, sah ich, wie ein kleines Mädchen, nicht älter als 6 oder 7 Jahre, auf einen der jungen Soldaten zu lief. Der ging vor dem Kind in die Knie und sagt „Hi“, als das Mädchen ihn fragte, ob er wohl etwas für sie ihrem Papi geben könnte. Der junge Soldat, er sah nicht älter als 22 aus, sagte, er würde es versuchen und was sie denn ihrem Papi geben wolle. Da legte das Mädchen ihre Arme um den Hals des jungen Mannes, gab ihm die größte Umarmung, die sie schaffte und küsste ihn dann auf die Wange.

Die Mutter des Mädchens, deren Name übrigens Courtney war, erklärte dem jungen Soldaten, dass ihr Mann Marine und jetzt seit 11 Monaten im Irak sei. Als die Mutter sagte, wie sehr Courtney ihren Vater vermisst, stiegen dem Soldaten Tränen in die Augen.

Als diese Mutter, die im Moment allein erziehend ist, ihre Situation dargelegt hatte, stellten sich die Soldaten für einen kurzen Moment zusammen. Dann zog ein Soldat ein Walkie-Talkie hervor, die Soldaten drückten Knöpfe und sprachen über das Gerät hin und her.

Nach wenigen Sekunden ging der junge Soldat zurück zu Courtney, beugte sich zu ihr herunter und sagte: „Ich habe mit deinem Papi gesprochen und er hat mir gesagt, ich soll dir dies hier geben.“ Er nahm das kleine Mädchen in den Arm, das er gerade erst vor wenigen Augenblicken kennen gelernt hatte, umarmte sie ganz fest und gab ihr einen Kuss auf die kleine Wange. Dabei sagte er: “Dein Papi hat mir gesagt, er liebt dich mehr als alles auf der Welt und er kommt sehr bald nach Hause.“

Die Mutter war inzwischen völlig in Tränen aufgelöst und als der Soldat sich wieder erhob, salutierte er vor Courtney und ihrer Mutter. Während sich diese Szenen abspielten, stand ich in unmittelbarer Nähe und als die Soldaten sich auf den Weg zu ihrem Gate machten, begannen die Menschen um uns herum wieder zu applaudieren.

Auch ich applaudierte, sah mich dabei verstohlen um und bemerkte, dass es nur ausgesprochen wenige trockene Augen um mich herum gab – meine eingeschlossen. Der junge Soldat drehte sich im Gehen noch ein letztes Mal um und warf Courtney einen Kuss zu – eine Träne lief ihm dabei über das Gesicht.

Wir sollten uns immer an unsere Soldatinnen und Soldaten und ihre Familien erinnern und Gott dafür danken, dass sie bereit sind für uns die Opfer zu bringen, die ihre Tätigkeit ihnen abverlangt.

 

Aus der Geschichte heraus entstand ebenfalls eine Solidaritätsbewegung für Soldaten, die sich „Roter Freitag“ oder „red friday“ nennt.

Holger Rossmeier, Initiator der Aktion Roter Freitag in Deutschland, selbst 40-jähriger Berufssoldat und traumatisiert, ruft dazu auf rot zu tragen, und zwar immer freitags…

Informationen zu der Inititative Roter Freitag finden Sie hier…

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