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An Soldaten im Einsatz schreiben - einfach so.

von

Ein Brief eine Seele

Manuela Keck

Manuela Keck macht es schon einige Zeit und wir möchten diese engagierte Frau gerne vorstellen, die über die Aktion der Militärseelsorge „Ich denk' an Dich“ Briefe an Soldaten schreibt und andere ermutigen will, es ihr gleich zu tun.

Wir freuen uns, dass wir mit Manuela Keck eine „Botschafterin“ im Sinne der Sache gewinnen konnten, die auch unsere Initiative tatkräftig mit unterstüzt:

„Liebe Leser,
bitte nehmt euch einen kurzen Augenblick Zeit um diesen Text zu lesen. Ich möchte euch auf eine Sache aufmerksam machen, die eigentlich für jeden von uns selbstverständlich sein sollte.
Es geht hier um unsere Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz. Für eine Weile sind sie getrennt von ihren Familien in einem Krisengebiet tätig. Oft bringt sie das beruflich wie auch emotional und menschlich an ihre Grenzen.
Wir wählen die Politiker, die sie in diese Einsätze schicken und damit tragen auch wir ein Stück weit Verantwortung für sie und für das, was dort mit ihnen geschieht. Wir dürfen unsere Mitbürger in Uniform und ihre Familien in dieser schwierigen Situation nicht alleine lassen.
Ich wurde vor ca. 2 Jahren auf die "Ich denk an dich"-Aktion der ARGE EAS/KAS (kath. und evang. Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung) aufmerksam. Nach einigen Briefen und einem Gespräch mit der EAS/KAS wurde mir bewußt, wie wichtig es für die Einsatzkräfte ist zu wissen, dass wir sie wahrnehmen und nicht vergessen.
Inzwischen habe ich schon so manche Antwort auf meine Briefe von den Soldatinnen und Soldaten bekommen. Meistens habe ich mich über das, was sie mir über ihre Arbeit, ihre Familie und sich selbst erzählt haben gefreut, aber ich war auch schon so berührt, dass ich Tränen in den Augen hatte. In jeder Uniform steckt ein Mensch wie du und ich.
Ich war erschüttert wie wenige Mitbürger bereit sind einer fremden Soldatin oder einem fremden Soldaten ein paar motivierende und anerkennende Zeilen zu schreiben. Das muss sich ändern. Deswegen wende ich mich an Schulen, Vereine usw. und an euch und bitte um Unterstützung.
Es ist nicht schwer, ihr braucht ein wenig Empathie, Interesse an Mitmenschen und ein bisschen Zeit.

Für weitere Infos (edit: aktuelle Infos hier…)


Informationsmaterial und Umschläge bekommt ihr kostenlos zugesandt.
Erzählt möglichst vielen Leuten von dieser Aktion, denn nicht viele wissen überhaupt, dass es so etwas gibt.
Vergeßt niemals, unsere Soldatinnen und Soldaten stehen vor uns wann immer es nötig ist, stellt ihr euch hinter sie und ihre Familien, denn sie sind unsere Mitbürger und gehören wie jeder andere zu unserem Leben dazu. Ein freundliches Lächeln oder ein kleines Danke wenn euch jemand vom Militär oder Polizei in Uniform begegnet tut nicht weh.


Es wäre schön, wenn ich ein paar von euch zum mitmachen motivieren konnte,


Danke
Manuela Keck“

 

Weitere Info's:
Manuela Keck ist 51 Jahre alt. Sie hat zwei Töchter, einen Enkel. Die Bundeswehr spielte in ihrem Leben bisher kaum eine Rolle. Inzwischen aber schreibt sie fast wöchentlich lange „Ich denk' an Dich!"-Briefe an die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. So hat sie den Menschen hinter der Uniform kennengelernt. Seit etwa einem Jahr macht sich die Rheinländerin als „Ich denk' an Dich!"-Patin stark. Immer sagt sie Danke, in jedem ihrer Briefe individuell - Danke den Soldatinnen und Soldaten für Ihren Dienst, Danke ihren Familien, dass sie diesen mittragen. Und sie lädt ein, zu erzählen, aus dem Alltag im Einsatz, die Gedanken an zu Hause, die Sorgen rund herum.

Die „Operation Support OurTroops", eine amerikanische Non-Profit-Organisation, hatte die 51-Jährige auf die Idee gebracht, auch die deutschen Soldatinnen und Soldaten bei ihren Missionen zu unterstützen. Bei ihrer Recherche stieß sie schließlich auf die „Ich denk' an Dich!"-Solidaritätsaktion, mit der die Katholische und Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung Menschen animieren, an unbekannte Soldatinnen und Soldaten bestärkende Briefe zu schreiben.

Ihre anfängliche Zurückhaltung im Schreiben war schnell verflogen, als schon die ersten „Ich denk' an Dich!Briefe" von Manuela Keck auf fruchtbaren Boden fielen: Viele Soldaten antworteten ihr aus dem Einsatz. Da erreichte sie zum Beispiel der sechsseitige Brief eines Soldaten der Luftwaffe. Der erzählte mit viel Humor Szenen aus dem Dienst, wie sie im Hangar geräumt und gereinigt hätten, aber auch von der latenten Angst: Beispielsweise wenn jemand die Tore betrete, jemand, von dem man nicht sicher wissen könne, ob er tatsächlich als Freund komme. „Viele wollen einfach etwas loswerden, suchen eine Anlaufstelle, weil sie die Sorgen nicht bei den Lieben daheim abladen wollen - da ist die Anonymität Gold wert." So beschreibt der Zeitsoldat Robin M. seine eigenen Erfahrungen aus dem Einsatz. Auch wenn in jüngster Zeit keine Deutschen in den Auslandseinsätzen gefallen sind, das Umfeld bleibt gefährlich. „Man merkt es einfach, es herrscht eine gewisse Bedrückung", erzählt er. Deshalb sagt Manuela Keck: „Ich will zuhören, wenn jemand sich aussprechen möchte, will die Soldaten bestärken." Auch die eigenen Töchter, Freunde und Bekannte motiviert sie immer wieder dazu, Briefe in die Einsatzgebiete zu schicken.

Als ihr kürzlich ein Mann aus dem Einsatz schrieb: „Ich bin glücklich verheiratet und freue mich so, wenn ich meine Kinder wieder sehe", freute sie sich richtig mit. Es berühre, von dieser doch so gut nachvollziehbaren Sehnsucht zu hören. Für die Männer und Frauen in den Einsatzkontingenten ist diese Offenheit dabei sicher nicht selbstverständlich - da ist es häufig wichtig zu funktionieren, ein starkes Glied in der Kette zu sein. „Viele halten deshalb mit ihren Gefühlen und schwachen Momenten hinter dem Berg", sagt Robin M. Die Briefaktion von KAS und EAS schaffe da ein ganz wichtiges Ventil.

Am Ende ihrer Briefe wünscht Manuela Keck den Frauen und Männern vor allem, „dass sie heil heimkehren".
Und von den Landsleuten zu Haus? Mehr Verständnis und den Mut hinzuschauen, was das Soldat sein eigentlich für den Einzelnen bedeutet.
(Bild & Text von Tabea Bozada)


Weitere Infos und Materialien zur „Ich denk' an Dich"-Aktion erhalten Sie bei Anja Mächtel, KAS e.V., Justus-von-Liebig-Str. 31, 53121 Bonn, Tel.: +49 (0228) 98862-18 E-Mail:

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Kommentare

Kommentar von Ivonne |

Hallo Frau Keck,
Ich möchte ihrem Beispiel folgen und die Soldaten mit ein paar lieben Worten an ihren Einsatzorten unterstützen. ich habe einen Bekannten der sich verpflichtet hat und der sich auch immer über ein paar liebe Briefe freud. Ich würde gerne auch andere Soldaten das gefühl geben das jenand an Ihnen denkt. Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören und wie ich mit den Soldaten in Kontakt treten kann.
Liebe grüße Ivonne

Antwort von Solidarität mit Soldaten

Hallo Ivonne,

Frau Keck's Text auf unserer Seite ist ein Gastbeitrag, deshalb antworte ich Ihnen ;-)

Sorry, dass die Antwort auf Ihre Anfrage ein paar Tage gedauert hat. Wir haben nochmal nachgefragt bei der KAS e.V. 
Tatsächlich ist die Aktion immer noch aktuell, allerdings auf der Webseite der Militärseelsorge nicht einfach zu finden. 
Wir haben Ihnen den Link zum Infoblatt von 2017 hier eingestellt: Infoblatt „Ich denk an dich“

Danke und beste Grüße

Simone Uetz
Initiative Solidarität mit unseren Soldaten & ihren Familien

Kommentar von jasmin guttenbacher |

Liebe Manuela Keck,
gerne möchte ich deinem/ihrem Beispiel folgen und die Soldaten mit ein paar lieben Worten an ihren Einsatzorten unterstützen.Vor langer Zeit hatte ich einen Freund,der sich zum Dienst bei der Marine verpflichtet hatte und daher weiss ich wie wichtig es ist,den Jungs ein paar Zeilen zu schreiben,ihnen einfach das Gefühl zu geben,es denkt jemand an sie.Ich würde mich freuen,von dir/ihnen zu hören wie ich mit den Soldaten in Kontakt treten kann.

Liebe Gruesse Jasmin

Kommentar von Fritzi |

Leider stolpere ich erst jetz über diesen Artikel, obwohl ich schon lange immer mal hier auf der Soliseite runschaue.
Ich habe voe knapp 20 Jahren das erse ESFOR Ktgt als Strohwitwe eines Soldaten begleitet und unglaublich unter der schwierigen Kommunikation (damals noch fast ohne handy) gelitten.
Was habe ich mir damals die Finger wund geschrieben, teilweise zwei Briefe am Tag.
Lapidares Zeug, wie das Wetter war, welcher Prof mich in den Wahnsinn getrieben, welches Thema mich fasziniert hat.
Im nachhinein erzählte mein damaliger Freund dann, dass es ganau diese Beschreibung unseres scheinbar so unwichtigen Alltags gewesen seien, die ihn im Kopf bei der Stange gehalten, ihm ein Gefühl der Verbindung mit daheim gegeben hätten.
Nein, er war dann nicht der Mann, den ich geheiratet habe, aber das lag nicht an seiner BW Zeit (SAZ8)

Was ich damit sagen will ist: Schreibt.
Egal ob jung oder alt, Männlein oder Weiblein, SCHREIBT!
Und wenn es nur ein Gruß ist.
Die Jungs und Mädels im Einsatz haben nur das an Normalität, was wir ihnen schicken!

Ich werde ganz sicher künftig schreiben.
Versprochen!

Kommentar von Hildegard |

Eine tolle Aktion und schön, hier auch über eine andere Schreiberin zu lesen. Wöchentliche Briefe sogar? Meinen Respekt. Ich sende immer nur sporadisch einen Schwung, diesen aber dann von Herzen und kann wirklich bestätigen, wie schön es ist, wenn sogar Antworten kommen. Das hätte ich niemals erwartet, aber jedesmal, wenn ich "Feldpost" im Briefkasten finde, freue ich mich von ganzem Herzen, bin berührt und dankbar, dass auch eine Freude zurückkommt. Es ist so schön zu lesen, wenn Soldatinnen und Soldaten bald wieder zu Freunden und Familie nach Hause dürfen! Manche Zeilen sind nachdenklich, manche sehr humorvoll, manche ganz sachlich, manche von jedem etwas. Ich denke jedes Mal, wie schön es ist, dass hier ein Mensch - oder manchmal auch mehrere zu einem Austausch an Gedanken finden.
Es ist wunderschön, wenn man das Gefühl bekommt, das man ein Lächeln schenken konnte - und ich kann nur wiederholen, jede Feldpost bring in jedem Fall ein Lächeln zurück. Bald setze ich mich wieder hin zu einem Schreibmarathon und freue mich schon darauf.

Allen Mitschreiberinnen und Mitschreibern ein Lächeln und natürlich ganz besonders an die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz und an alle Beteiligten, die diese Aktion mittragen, unterstützen und am Laufen halten.

Herzliche Grüße aus Augsburg

Hildegard

Kommentar von Karin R. |

Hallo,

vor ein paar Jahren habe ich auch Himmel und Hölle in bewegung gesetzt um diese Aktion bekannt werden zu lassen und es ist mir auch geglückt. Leider wird das vergessen, dass es auch andere gibt die im stillen das machen. Ich schreibe weiter, kann auch momentan wegen meiner Psyche nicht mehr machen aber ich bin wirklich ein bisschen beleidigt!
Karin Ranner
Bad Aibling

Antwort von Solidarität mit Soldaten

Liebe Frau Renner,
ja, diese Aktion der Militärseelsorge lebt davon, dass sich viele daran beteiligen, sei es im Stillen oder indem man sich dafür engagiert, andere mit zu motivieren.

Daher stellen wir die Information zur OASE-Aktion immer wieder auf unserer Seite vor: Information zum Thema Briefe schreiben an Soldaten so wie jetzt auch den Artikel aus Veröffentlichung der Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung der KAS und EAS.

Selbstverständlich gilt auch Ihnen der Dank, sowie allen anderen, namentlich nicht genannten, die zu der Aktion der Militärseelsorge beitragen und fleißig Briefe an unsere Soldaten im Einsatz schreiben. 

Sie dürfen bitte nicht beleidigt sein, denn es geht doch um die Sache, und da können Sie gewiss sein, dass Sie bestimmt vielen eine Freude machen durften.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen gute Besserung und alles Gute.

Ihr Team
Initiative Solidarität mit unseren Soldaten und ihren Familien

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