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Ein Fall für uns: Kaufland erteilt Soldaten Platzverweis

von

Kaufland Brief
Antwort von Kaufland

Wenn bei einer jährlichen Straßensammlung für die Kriegsgräberfürsorge Soldaten vor einem Supermarkt des Platzes verwiesen werden, wollte ich mir die Version der Marktleitung doch etwas näher anhören.

Zufällig las ich bei den Freunden von Support our troops auf Facebook von einem Vorfall, der sich so in Bad Dürrheim vor auf dem Parkplatzgelände der örtlichen Kauflandfiliale ereignete. Kurzerhand ließ ich mir von dem zuständigen Oberfeldwebel den Vorfall im Detail schildern und schrieb an die Zentrale der Marktkette mit der Aufforderung dazu Stellung zu nehmen.

Ein solches Verhalten ist m.E. nicht nur ein eklatanter Affront gegenüber den Gewaltopfern der beiden Weltkriege, sondern auch ein besonders negatives Beispiel für ein (un)freundliche Desinteresse für unsere Soldaten - und letztlich ein Schlag ins Gesicht des eigenen Kundenklientel mitsamt den Familien vor Ort.

Gemäß dem Rückruf des Filialleiters war es wohl leider ein „Mißverständnis“ und er entschuldigte sich in aller Form für den Vorfall, bestätigte gleichzeitig, dass die Soldaten jederzeit für Sammelaktionen o.ä. willkommen seien und versprach den leidigen Vorfall wieder gut zu machen!

Na geht doch, oder?

Und das Jägerbataillon 292 in Donaueschingen hat jetzt erst mal noch einen gut bei Kaufland! Zwinkernd

In diesem Sinne erhält Kaufland dann doch noch von uns ein:

tl_files/support/news/soliyes-150.jpg

P.S.
Zu dem wann und wie sie den „Wiedergutmachungs-Gutschein“ einlösen, lassen sich die Mädels & Jungs vom Jägerbataillon dort vor Ort bestimmt noch was schönes einfallen

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Kommentare

Kommentar von Sascha Jansen |

Wir "dürfen" ja nicht stolz auf unsere Soldaten/-innen sein.... weil wir den 2. WK verloren haben.

Kommentar von Matt Grigo |

Das Verhalten und auch die Reaktion verwundert mich nicht. Die gezeigte Einstellung zum Militaer durch den Platzverweis ist doch kein Einzelfall, und das rasche Einlenken der Filialleitung scheint mir hier ehr wirtschaftlich motiviert. Ich erinnere an folgendes: Mit Einfuehrung der Flecktarnuniform wurde es den Soldaten ersteinmal verboten, sich in der Oeffentlichkeit zu zeigen. Was fuer ein Signal! Jeder Soldat frage sich einmal selbst, wie oft er in Uniform in der Oeffentlichkeit bereits angepoebelt wurde. Traurig, traurig.

Kommentar von Mick |

Schön, dass hier nicht nur überhaupt, sondern auch so schnell reagiert wurde! Oft genug verliert sich das Thema in der Empörung, in der zwar jeder mitschimpft, aber letztendlich niemand was tut - danke!

Kommentar von Simone Uetz |

@JSG, es handelt sich nicht um einen Gutschein im herkömmlichen Sinne.
Bei dem Gespräch mit dem Marktleiter hatte ich natürlich darauf hingewiesen, dass die Sammlung schließlich vorbei sei und das mögliche Spendenaufkommen hier unwiederbringlich futsch ist. Die örtliche Filiale verfügt wohl über kein eigenes Budget für Geldspenden. Deshalb hatte ich vorgeschlagen, dass die Kauflandfiliale statt dessen wenigstens die Soldaten des Bataillons angemessen unterstützen könnte, sozusagen als Wiedergutmachung für den Lapsus.
Das fand der Filialleiter eine gute Idee, genauso wie die Verantwortlichen im Bataillon und werden diesbezüglich weiterhin in Verbindung bleiben.
Ich denke im Sinne der Solidarität mit Soldaten, ist das ein gut geebneter Weg für mehr Feinfühligkeit und Empathie…

Simone Uetz
Initiative für Solidarität mit Soldaten
und ihren Familien

Kommentar von JSG |

Einen Gutschein haben sie bekommen?

Besonders edel wäre, die Marktleitung zu bitten, dass doch zu spenden. Für? Richtig, die Kriegsgräberfürsorge.

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