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Veteranenpolitik? - „Das ist neu, aber nur für Deutschland“

von

De Maizière will sachlich und offen mit dem Parlament über das Veteranen-Konzept diskutieren

Parlament Diskussion Veteranen
Diskussionspapier Veteranen

Im Gegensatz zu anderen Nationen wird der Begriff „Veteran“ in unserem Sprachgebrauch erst seit kurzem (offiziell) verwendet für die Art der „neuen“ Veteranen, Soldaten unserer Parlamentsarmee, die i.d.R. in den Auslandseinsätzen gedient haben. Aber ganz so einfach ist es hier mit der Eingrenzung nicht. Man will keinen vergessen, aber auch die Anerkennung der Veteranen nicht schmälern, indem die Begrifflichkeit zu weit gefasst wird.

Also muss eine Definition her. Darüber wurde bereits viel diskutiert, doch so richtig einige wurden sich die einzelnen Verbände und Interessengruppen bisher nicht. Verteidigungsminister De Maizière nahm das Mitte Februar öffentich in die Hand, und erklärte, dass er dazu ein ganzes Veteranen-Konzept erarbeiten will. Angefangen damit, dass überhaupt erst einmal geklärt werden soll, was überhaupt ein Veteran ist. Den Veteranenverbänden alleine wolle er weder den Begriff noch die Politik überlassen.

Bis Ende des Jahres will er dieses Konzept vorlegen und übergab am 2. April dem Verteidigungsausschuss sein Diskussionspapier „Eine Veteranenpolitik für die Bundeswehr“, um sachlich und offen mit dem Parlament über das Konzept zu diskutieren. Aus dem Dialog soll ein breiter Konsens über den Begriff und die gesellschaftliche Anerkennung der Veteranen der Bundeswehr angesteuert werden und bis zum Herbst das Veteranen-Konzept erwachsen.

Wir finden das ziemlich gut, dass der Minister das Veteranenthema offen angeht, keine Scheu hat vielleicht auch unbequemen Dingen zu begegnen und hier und da Tacheles redet. Gleichzeitig hoffen wir, dass beim „Aufdröseln“ des Veteranenbegriffs und der ganzen folgenden politischen Konzeptarbeit bei den Parlamentariern aller Coleur WIRKLICH ankommt, dass ihre Solidaritätbekundung aus dem Herzen kommen muss, um ehrlich zu wirken. Schade wäre nämlich, wenn sich die Kameraden einmal wieder fühlen müssten wie der Spielball der Politik. Im Resümee des Papiers heißt es jedenfalls, das übergeordnete Ziel sei, unsere Soldatinnen und Soldaten spüren zu lassen, dass die Menschen in unserem Land, unser Staat und unserer Bundeswehr die Besonderheiten ihres Dienstes mit seinen Gefährdungen anerkennen. Die Soldaten müssten erfahren, dass ihre Leistungen als Dienst für das Gemeinwohl gewürdigt werden. Nur dann könne man von ihnen verlangen, dass sie im äußersten Fall auch bereit sind, ihr Leben für unseren Schutz und unsere Sicherheit einzusetzen.

Weitere Infos zum Diskussionspapier Veteranenpolitik:

Artikel auf der Webseite des Verteidigungsministeriums unter www.bmvg.de


Die PDF mit dem Diskussionspapier haben wir hier zum Download eingestellt:

„Eine Veteranenpolitik für die Bundeswehr“

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Kommentare

Kommentar von Martin Unshelm |

Veteranen sind nicht nur die Soldaten der Bundeswehr, die seit den 50er Jahre Deutschland verteidigen bzw. unsere Interessen in der Nato und der Welt vertreten, sondern auch alle Soldaten der ehm. Wehrmacht!
Auch diese sollte man nicht ausschließen, das wir dies bis jetzt getan haben, ist m.E. eine grosse Schande für unser Land!

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